21.02.2017

Nach dem Abendessen gestern habe ich nicht mehr die Kurve bekommen, um weiter zu schreiben.

 

Fazit vom Gespräch mit Ruth:

Ich würde wollen, wenn sie auch will.

Sie möchte die Trennung. Sie möchte am liebsten auch, dass ich nicht mehr zurück komme aus der Klinik und wieder, wenn auch nur übergangsweise, zu Hause einziehe. 

Immer wieder werden die Kinder vor ihre Argumente geschoben. 

Sie sagt, ihr geht es besser - sie sieht aber sehr schlecht aus.

Sie sagt einerseits, sie hat genügend Zeit für sich - andererseits sagt sie, hat sie nicht die Zeit, sich solche Gedanken wie ich zu machen. Sie wirkt unsicher und angespannt. 

Das gesamte Gespräch war für mich sehr anstrengend und ich musste auch einmal kurzzeitig den Raum verlassen, um mich neu zu sammeln und durchzuatmen.

Wir sind verblieben, nach Möglichkeiten der Betreuung und Beratung für unsere Trennung unter Einbeziehung der Kinder zu suchen. Für den Rückweg habe ich mein Auto mitgenommen.

Nochmal zu Hause zu übernachten ist keine Option mehr für mich.

Wie schon das Gefühl am Abend zuvor; das hier ist nicht mehr mein zu Hause.

 

Die folgenden zwei Tage ging es mir körperlich schlecht und meine Stimmung war im Keller. Die Implusion meiner Hoffung zeigte ihre Auswirkung. Ich hatte schon Sorge, das meine Vorbereitung hierauf nicht geholfen hätte und ich doch wieder in das große Loch fallen würde.