30.01.2017

20.30

Heute ist Scheiße. Gestern hatte sich im Laufe des Nachmittages meine Stimmung schon verschlechtert. Einschlafen ging gestern auch nicht. Trotz Meditationen. Der Fuß hat Ärger gemacht, wie schon lange nicht mehr. Ich bin mit Rückenschmerzen aufgewacht die auch durch die Rückenentspannung und Tischtennis nicht besser wurden. Irgendwie bin ich jetzt hier angekommen und habe geschnallt, dass die Sache gerade erst anfängt und ich am Beginn eines sehr Langen Weges stehe. Ich sehe nur nicht wo er langgeht und und im Moment auch keinen der mir zur Seite steht. Ruth habe ich seit Donnerstag werder geschrieben, noch gesprochen. Karsten un Christine habe ich auch nicht geantwortet. Ich mag zur Zeit keinen sehen oder hören. Die Welle setzt sich in Gang. Im Moment geht es runter. Ich bin jetzt zum Sportprogramm eingeteilt. Das heißt, morgen früh Walken. Und danach das erste Einzelgespräch. 

Keine Ahnung mehr, was ich morgen aufs Tablett bringen will.

Das ich hier jetzt vor dem Scherbenhaufen der letzten 20-30 und mehr Jahren stehe, schnürt mir die Brust zu. Ruth, Ruth, Ruth, immer wieder Ruth, ich kann es nicht mehr hören, will es nicht mehr denken, ich will mir die Zukunftsszenarien nicht mehr ausmalen, ich will den Neid und den Schmerz nicht mehr in meinem Bauch fühlen. Ich hätte mich heute am liebsten den ganzen Tag in meinem Bett vergraben. Heute habe ich keine Ahnung wie ich die Kurve kriegen, bzw. überhaupt angehen soll.

Die guten Vorsätze, die Tipps aus dem Buch, das neu Denken, Liebe walten lassen im Fühlen und Handeln - heute ist das für den Arsch.

 Ich habe gerade eine halbe Stunde Text durch Internetabbruch verloren. Passt zum Tag heute.

Ich war mit der Liste der Menschen in meinem Leben beschäftigt.

Von "meinen" Menschen ist zur Zeit kaum was übrig. Die, die (noch) da sind stammen alle aus Ruths Dunstkreis und dem der Kirche. "Meine" Menschen habe ich alle aus Minderwertigkeitsgefühle oder (Verlust)angst verlassen.

Rainer - Zeitungsschreiber mit Visionen

Carsten - wie ich, Außenseiter

Michael - wie ich, Außenseiter

Susanne - Abi

Petra - zweisprachig, Englisch

David - Gitarre, Sportskanone

Hartmut - Musiker, Volleyball, studiert

Friedhelm - Volleyball, diszipliniert

Oli Ente - studiert

Dirk Stratmann - strebsam im Job

Annette - Auto, Haus, Mann selbstständig

Thomas - selbstständig, Mopeds

Kai - Karriere

Wolfgang - Techniker, Job

Bernhard - Beamter, Freizeit

Guido - Pilot

Lutz - Vertriebsleiter

Peter - Prof

.....usw.

Und Jetzt? Nichts. Ruth ist dabei ihr neues Leben zu bauen, ohne mich. Ich kann es verstehen, komme aber trotzdem nicht mit klar. Wie, wo und womit soll ich anfangen? Die Listen sind sooo lang.