12.02.207

Die erste Nacht in der ich lange und gut mit mehreren Tiefschlafphasen fast durch geschlafen habe. Der schnarchende Zimmergenosse wurde ausquartiert, obwohl ich mich angeboten habe woanders zu schlafen. sei es drum, mir hat es gut getan.

Die Kunsttherapie ist ausgefallen. In der Ergotherapie habe ich an dem Kratzbild weiter gemacht. Im Anschluss ging es direkt zum Mittagessen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Stunde konzentriert sein beim kratzen mich erhebliche Kraftanstrengung kostet. Ich hatte leichtes Zittern in den Händen und der Bauch krampfte leicht. Erst da ist mir das bewusst geworden. Beim Sport am Nachmittag und auch beim Tischtennis mit einem Pfleger habe ich diese Krafteinbußen jedoch nicht.

Die vergangenen Wochen haben deutliche Spuren in meiner mentalen Stärke hinterlassen.

Heute habe ich mich bewusst nicht bei Ruth gemeldet. Ich habe war mehrere Ansätze gemacht ihr zu schreiben, über die Mail vom Claus und der Verbindung zu Frank Tresp und seinen Erfahrungen in den Alexianer Kliniken in Meerbusch, habe es dann doch gelassen. Einzig Quizduell spielt sie jetzt mit mir.

Heute war die Therapeutin wieder im Dienst. Sie hat mich gleich für ein Gespräch am Nachmittag einbestellt.

Im laufe des Gesprächs kamen wir auf meine Unzufriedenheit mit meinem Körper, insbesondere Körpergewicht. Das ich mich nicht wohl fühle so wie es ist und das ich immer alles dafür getan habe, so schmal und untergewichtig zu sein, bleiben.

Wir sind darauf gekommen, dass ich mich in vielen Bereichen meines Lebens selber Sabotiere. Diese Einsicht musste ich auch schon durch Ralfs Buch für mich erkennen.

Das eine ist nun meinen Körper erstmal in ein "gesundes" Gewicht zu bekommen. Also raus aus dem Risiko-Bereich in dem ich mich seither bewege. BMI ca. 16,5 (20-25 normal)

Das andere ist die Frage, die ich als Hausaufgabe bekommen habe:

Warum habe ich mich immer am Grenzbereich aufgehalten? Was wollte ich damit erreichen? Wozu sollte mir das dienen? Welche Gründe gab es dafür?

Ich habe mir bereits ein paar Gedanken dazu gemacht. die MindMap dazu folgt.

Birgitt und Wolfgang sind heute nicht gekommen. Habe auch nichts weiter von ihnen gehört.

Morgen werde ich in die Stadt gehen und mir ein paar Unterhosen besorgen. Mal was ganz banales zwischendurch.

Obwohl, ich werde ein paar Ansätze aus dem Buch verfolgen und diese banale Sache ganz bewusst tun und auf mich achten, was ich denke, fühle und wahrnehme, wie ich reagiere.

Das Buch wird zunehmend schwerer und abstrakter - ich bin gespannt wie die Umsetzung der Thesen beschrieben sind.

Jetzt werde ich Janneck noch seinen Lohn überweisen.