10.01.2017

Ein weiterer Schnarcher im Zimmer hat mir den letzten Schlaf geraubt. Ich schlafe zur Zeit nur stundenweise. Dennoch bin ich morgens nicht gerädert. Ich merke aber wie die die letzten Wochen an meinen Kräften zehren. Ich bin tagsüber zwar wach aber in den letzten Tagen etwas antriebslos, besonder was die Bewegung angeht. Vielleicht auch weil ich bein Laufen zu viel grüble und nachdenke. Heute kam zwischendurch immer die Verlustangst durch. Die, die durch das Gespräch mit am Sonntag sich so erheblich verstärkt hat. Claus hat mir am Sonntag noch gesagt, dass Angst ein schlechter Berater ist, was wohl stimmt. Ich versuche mit guten, liebevollen und positiven Gedanken dagegen zu halten.

Ich hoffe so sehr, dass ich sie erreicht habe.

Gestern habe ich von Ralf ein Buch geschenkt bekommen. "Raus aus den alten Schuhen". Die ersten Seiten schon trieben mir immer wieder das Wasser in die Augen. Der Autor beschreibt dort genau die Situation in der ich mich befinde. Er beschreibt aber auch nicht nur die Mangel Situation in der ich mich befinde, sondern auch, dass was ich seit Sylvester tief in mir fühle, ich will nicht mehr der sein der ich war (der aus mir gemacht wurde). Schwer zu verdauen sind die Akzeptanz und Dankbarkeit für die Vergangenheit. Dies ist nur ein Aspekt. - Ich werde die einzelnen Schuhe durcharbeiten und sehen welche mir alle passen.

Heute hat mir Ruth weitere Kliniken genannt, die ich mir im Internet angesehen und die Kontaktdaten herausgesucht habe.

Tricky war noch mein Handy dazu zubringen ordentlich zu telefonieren. Ich habe nur noch eine Internet Flat und musste den SIP Client der Deutsche Telefon zum Laufen bringen. Hat letztendlich geklappt und die Qualität ist gut. Also kann ich morgen die Kliniken abtelefonieren um eine Verlegung oder Neueinweisung zu veranlassen. Somit hatte ich auch am Nachmittag nicht soviel Zeit zum Grübeln. Ich bin es aber bewusst angegangen. Ich möchte Veränderung. Ich möchte die nächsten Entscheidungen treffen. Ich will herausfinden was mir gut tut. - Schwer. Schwer allein die richtigen Fragen zu stellen um dann Antworten zu finden.

Irritiert war ich schon ein wenig, als bei einem Telefonat mit Ruth der Alltag mit den Kindern zu Hause durch den Hörer drang. Stimmt. Damit setze ich mich gerade 0 auseinander. - Abstand. Ist er gut? - Für mich? - Ja. - Für Ruth? Die Kinder? Darf ich so egoistisch sein?

Ein Telefonat mit Christine hat am Abend noch ein wenig Abwechslung gebracht.

Morgen ist außer Visite kein Programm. Genug Zeit um ein paar Antworten zu finden.