08.01.2017

Der Besuch meiner Frauen gestern war sehr schön. Meine Ängste waren großteils unbegründet. Die Mädchen haben sich, glaube ich, sehr gefreut mich zu sehen. Ruth war, denke ich, genauso nervös wie ich. ich habe an den Fingern gekaut und sie an ihrem Haarspliss gezupft. Wir haben uns über die jetzige Situation ausgetauscht und sie legt sich für mich bei ihren Kontakten ins Zeug um meine therapeutische Zukunft in die Wege zu leiten. Sie hat Kontakt zu Birgitt aufgenommen, die sich umhören will und wird mit ihrer eigenen Therapeutin Kontakt aufnehmen. Ich habe als Hausaufgabe, mich mit der TK in Verbindung zu setzen, um Möglichkeiten meiner weiteren Behandlung abzuklopfen. Mit der therapeutischen Situation hier in der Klinik bin ich nicht zufrieden. Seit einer Woche ist nichts weiter passiert, außer Medikamentengabe, und eine erstes Therapie Gespräch. Die Therapeutin hat sich allerdings wieder krank gemeldet. Nächste Woche muss sich etwas ändern. ich will vorwärts kommen.

Die herzliche Umarmung bei der Verabschiedung hat so gut getan. Eine meiner innigsten Sehnsüchte hat ein wenig Erfüllung erfahren. Ich hätte am liebsten nicht mehr losgelassen. Leider kann ich im Moment nicht in Ruth hineinfühlen und möchte auch noch nicht "nachbohren". Ich hoffe sie hat Möglichkeiten für sich, um eine Orientierung ihrer Gefühle zu finden. Ich wünsche mir, dass später einmal wieder darüber sprechen können.

Ich habe Ruth zur Nacht noch eine WhatsApp geschickt mit einem Lied von Leonard Chonen. Come Healing. Das Lied höre ich zur Zeit gerne "betend". Bin  mir nicht sicher ob das gut war?

Jetzt haben sich gerade Ruth und Janneck zu Besuch angemeldet. Ich freue mich.