07.01.2017

Ich bin nun seit einer Woche in der Psychiatrie in Rheinberg.

An Sylvester war mein Zustand für mich und meine Familie nicht mehr tragbar. Eine Sylvester Feier bei Nachbarn hätte ich nicht ertragen können. Diese riesige Traurigkeit, die Hilflosigkeit, die Einsamkeit und die Verlustängste haben mich aufgefressen und mit Weinkrämpfen gefesselt.

 

Eine Woche vor Weihnachten, nach einem Gespräch mit Ruth über unsere tiefen Sehnsüchte, wie wir es schon sehr,sehr lange nicht mehr getan haben, wollte von heute auf morgen ein anderer sein, nicht mehr der, der ich war.

Ausgelöst wurde dieses Gespräch allerdings durch Misstrauen und Verletztheit meinerseits.

Dennoch wollten wir wieder Schritte auf einander zu wagen.

Ich wollte jedenfalls ein anderer werden, und zwar sofort. 

Nach einer Weihnachtskarte, in der ich meine übermächtigen Gefühle zum Ausdruck brachte, stieß ich auf Abweisung - und weitere, neue und mächtige, gegensätzliche Gefühle rissen mich in ein großes Loch.

 

Mindmap

Hier in der Klinik wurde mir nun eine Woche lang Beruhigungsmittel und Antidepressiva verabreicht damit ich erstmal runter komme. Das Beruhigungsmittel ist inzwischen fast abgesetzt. In dem Vier Bett Zimmer kommt man allerdings wenig zur Ruhe. Das therapeutische Angebot lasst durch die Feiertage und Krankenstand ebenfalls zu wünschen übrig.

Nach 2-3 Tagen und stundenlangen Spaziergängen konnte ich langsam anfangen die Gedanken wieder zuzulassen und versuchen sie einzuordnen. Ein erstes Gespräch mit einer Psychotherapeutin hat es bisher gegeben. Die Hausaufgabe aus diesem Gespräch erläutere ich später.  In der in den letzten Tagen haben mich Claus und Filipans besucht. Es hat gut getan ein wenig zu reflektieren. Soweit der Werdegang in Kurzform.

Zur Hausaufgabe aus dem Therapeutengesrpräch: Ich sollte mir Gedanken zu Gefühlen und Handlungen und Reaktionen machen, die ich so nicht mehr tun will, die mir unangenehm sind, die ich ändern möchte. ich habe es ein wenig mit MindMap zusammengefasst.